
Heute sind wir Marihuana-Liebhaber mit schlechten Nachrichten aufgewacht. Das Rathaus von Amsterdam hat gestern eine Mitteilung mit seinem Plan veröffentlicht, den Cannabiskonsum in der Hauptstadt zu begrenzen, mit dem Argument, dass der Cannabis-Tourismus die Nachfrage auf dem Markt für weiche Drogen in die Höhe treibt.
Amsterdam will Touristen den Zutritt zu den Coffeeshops verbieten
Die Nachfrage steigt in der niederländischen Hauptstadt weiter rasant, und der Plan, Lizenzen zu reduzieren und mehr Läden zu schließen, läuft schon seit einem Jahrzehnt. „Wir haben viele Gruppen junger Leute gesehen, die nur nach Amsterdam kommen, um in die Coffeeshops zu gehen“, rief die Bürgermeisterin in Erinnerung. Im letzten Jahrzehnt ist die Zahl der Coffeeshops von 283 auf 166 gesunken.

Mit dieser Maßnahme, die die Coffeeshops nur noch für die lokale Bevölkerung offen lassen soll, rechnet man damit, dass rund 77 Läden nötig sind, um die Einwohner zu versorgen. Praktisch ein Drittel der Coffeeshops des ganzen Landes liegt in Amsterdam, was nach Ansicht der Politiker ein wichtiger Anreiz für ausländische Touristen ist.

Sie sagen, dass diese Art von Touristen den Anwohnern nach dem Konsum meistens Ärger macht, in einer Stadt, die ihr Cannabis-Image abstreifen und ihre Kultur stärker nutzen will. Die Maßnahme kann umstritten sein, vor allem wirtschaftlich: Es ist sehr schwer zu beziffern, welchen Teil des touristischen BIP das Cannabis ausmacht, aber allein bei dem Gedanken machen die Zahlen Angst. Es sieht so aus, als würde die Kiffer-Armada die Joints erheben, und es gibt bereits Aktionen, um Unterschriften zu sammeln und die Maßnahme zu stoppen.

Wir von High As unterstützen und fördern weder Vandalismus noch schlechtes Benehmen, und auch wenn es sicher Touristen gibt, die Ärger machen, kann man nicht verallgemeinern und alle in einen Topf werfen. Es gibt noch viel Stigma rund um Marihuana, und um das zu ändern, müssen wir uns als Gemeinschaft bewusst sein, dass man nirgendwo auf der Welt den Respekt verlieren darf.

Wenn du schon mal in Amsterdam warst und den Vibe der Coffeeshops erlebt hast, wird dich diese Nachricht traurig gemacht haben; und wenn du noch nicht da warst, entgeht dir vielleicht die Gelegenheit. Ob du da warst oder nicht, du kannst die Petition unterschreiben und dein Scherflein beitragen, damit eines der wenigen verbliebenen Kiffer-Eden nicht schließt.
Findest du die Maßnahme übertrieben oder verstehst du die Einheimischen, die die Touristen satthaben? Erzähl es uns in den Stories.
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